Posts Tagged ‘homs’

Leben wie ein Sultan

Montag, Oktober 20th, 2008
Traditionelle syrische Vorspeise, arabisch Brot mit Dip

Traditionelle syrische Vorspeise

Die Sonne ballerte immer noch erbarmungslos, deshalb war es gut dass das heutige Tagesprogramm erst einmal etwas ruhiger angesetzt war. Also blieb etwas Zeit sich am Campus umzusehen und Bernd bei seinen Fotoaufnahmen zu begleiten. Kaum aus dem Haus hatten wir auch schon die Bürgermeisterin vor der Linse. Nach einigen weiteren Bildern trafen wir dann die Presseleute der Uni. Sie waren, wie fast alle Araber, super freundlich und wir konnten einen Kaffee in ihrem Büro nicht ausschlagen. Voller Stolz zeigten sie uns ihre Fotos. (mehr …)

Schwarzes Gold

Sonntag, Oktober 19th, 2008
Amer in seinem Musikladen

Amer in seinem Musikladen

Es ist Sonntag und ich muss zur Uni, so ein misst aber auch. Die Vorbereitungen für die Fotoausstellung mit traditionellen, sächsischen Motiven sind schon fortgeschritten. Da es für mich noch nicht viel zu tun gibt helfe ich gelegentlich Bernd, den Fotograf. Der Arbeitsaufwand hält sich jedoch in Grenzen. Wir haben beispielsweise die Beschriftung der Bilder vorbereitet. Wir hatten gleich drei Sekretärinnen zur Verfügung. Eine musste schreiben, und die anderen saßen einfach nur rum. Bernd hat ihr dann immer Anweisungen gemacht wie es werden soll und ich habe übersetzt. (mehr …)

Wie ein bunter Hund

Freitag, Oktober 17th, 2008
Haisam in seinem Geschäft

Haisam in seinem Geschäft

Eigentlich hatte ich für Heute die stille Hoffnung einmal nicht von den Bauarbeiten vor unserem Wohnheim aufgeweckt zu werden. Normalerweise sind die Syrier ja dafür bekannt gerne einmal nichts zu machen, doch wie ich feststellen musste arbeiten die Leute hier auch an Feiertagen. Als ich mich zusammen mit Tilo auf dem Weg zum Internetcafé machte, konnte ich auch feststellen das immerhin ein Großteil der Geschäfte geöffnet waren. Überhaupt sind die Geschäfte hier sehr lange geöffnet. Meist sitzen die Ladenbesitzer jedoch ohnehin nur mit ein paar Freunden bei Tee und Zigarette vor oder im Laden und warten darauf dass doch endlich mal jemand vorbei kommt. So ist es nicht verwunderlich dass sie über jede Abwechslung erfreut sind. So auch unser Freund Haisam, der Taxiunternehmer aus Berlin. Auf dem Weg zum Internetcafé kommt man direkt an seinem Laden vorbei. Er winkte uns sofort herein, als er uns sah. (mehr …)

Der letzte Tag – Die Souvenirjagt – Für andere

Donnerstag, Oktober 16th, 2008
Martin kann sich einfach nicht entscheiden.

Martin kann sich einfach nicht entscheiden.

Nach einem kurzen Uniaufenthalt beschlossen wir wiedermal mit Ola durch die Straßen zu ziehen. Als Überraschung hatte sie uns noch einen anderen Deutschen mitgebracht. Er heißt Martin und er war zusammen mit einem anderen Student (Sebastian) für zwei Monate in Homs. Ihre Aufgabe war es zusammen mit den Professoren die Funktionsweise von Messgeräten den Studenten beizubringen. Er berichtete von katastrophalen Zuständen und meinte, dass es nicht viel zu tun gab. Da es deren beider letzter Tag in Syrien war lud uns Martin noch ins Restaurant ein. Dort stieß auch Sebastian und Olas Bruder Abdu zu uns. (mehr …)

Sing mei Sachse Sing

Dienstag, Oktober 14th, 2008
Der Dr. und ich bei der Feier zum Tag der deutschen Einheit

Der Dr. und ich bei der Feier zum Tag der deutschen Einheit

Höhst offiziell wurden wir am Morgen vom Rektor Dr. Amer Fakhouri und den Dekanen der Bau-, Landwirtschafts- und der Architekturfakultät empfangen. Bei einem Tee im königlich geschmückten Konferenzzimmer des Rektors machten wir uns miteinander bekannt und eröffneten unsere Zusammenarbeit. Nachdem wir jetzt den Segen von ganz oben haben steht uns jetzt nichts mehr im Wege. Doch für diesen Tag stand noch etwas anderes an, denn in Damaskus wurde der Tag er deutschen Einheit nachgefeiert. Also führen wir zusammen mit dem Dr. mach Sham, wie die Syrier ihre Hauptstadt nennen. Dort angekommen besuchten wir gleich eine gute Freundin des Dr. Sie arbeitet in der deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit. Sie begleitete uns zum Empfang. (mehr …)

Die Einschulung

Montag, Oktober 13th, 2008
Tilo & Ola

Tilo & Ola

Jetzt geht der Ernst des Lebens los. Der erste Tag, an dem wir mal nicht ausschlafen konnten, denn am Morgen haben wir unseren Bigboss Mr. Abdul getroffen. Wir durften ihn bereits in Dresden kennenlernen. Er kümmert sich darum dass an der Uni der internationale Kontakt reibungslos abläuft. Er hat uns nett begrüßt, wir haben unseren groben Ablaufplan besprochen und er hat unsere Daten aufgenommen. Dann waren wir noch im Büro des Dr. welches gleich nebenan ist. Dort werden in der nächsten Zeit auch Arbeiten. Aber damit alles seine Ordnung hat müssen wir zunächst noch Passbilder machen lassen. Also zogen wir durch die Stadt und es passierte das Unvermeidliche, wir waren verloren in den endlosen Gassen der Stadt. (mehr …)

Ich bin ein Berliner

Samstag, Oktober 11th, 2008
Seitengasse von Homs

Seitengasse von Homs

Am nächsten Tag hatten wir dann Gelegenheit die Stadt selbst zu erkunden. Erst ging es ganz vorsichtig über die bereits bekannten Wege und dann langsam durch die engen Gassen quer durch die Stadt. Solange bis unsere Taschen voll mit den notwendigsten dingen für die ersten Tage waren. Dann ging es zurück ins Wohnheim. Dort räumten wir dann zunächst unser Zimmer ein und um. Als dies geschafft war wollten wir den Campus erobern. Nachdem wir feststellen mussten dass das unsrige Wohnheim fast ausgestorben ist wollten wir mal durch die anderen Wohnheime schauen. Dort wurden wir vom Türsteher aufgehalten. (mehr …)

Der Dr. zeigt uns die Stadt

Freitag, Oktober 10th, 2008
Die Straße vor unserem Wohnheim

Die Straße vor unserem Wohnheim

Die Mittagszeit war bereits verstrichen, als wir so langsam aus dem Schlaf erwachten. Als der Dr. an unserem Zimmer klopfte war es bereits drei Uhr nachmittags, aber den Schlaff hatten wir uns verdient. Nach einem kurzen Spaziergang erreichten wir ein belebteres Viertel, in dem uns der Dr. freundlicherweise zum Essen einlud. Zum Anfang gab es erst mal ganz europäisch Cordon Bleu. Nach unserem „Frühstück“ ging es weiter mit einer gemütlichen Shoppingtour. Etwas Obst und Bort für den nächsten Morgen und Arak sowie Bier für den Abend. An dieser Stelle wird es vielleicht auch einmal Zeit einige Vorurteile aus dem Weg zur Räumen bzw. zu bestätigen. Also als Muslime soll man keinen Wein trinken. Alkohol gibt es allerdings trotzdem an jeder Ecke. Der Johnny Walker wird in zwei Liter Flaschen verkauft und der Arak, ein Nationalgetränk mit 52%vol, geht weg wie warme Semmeln. (mehr …)