Archive for Oktober, 2008

Mach dies, mach das

Freitag, Oktober 31st, 2008

Da sich mein Betreuer von der Erdölfakultät, wie ich erfahren habe, in Trauer befindet und der Dr. Heute mit dem Fotoclub nach Aleppo fährt habe ich mit einem ruhigen Tag gerechnet. Doch Bernd, der Fotograph hat mich schon als seinen persönlichen Sklaven angerschiert. (weiterlesen…)

Keiner da

Donnerstag, Oktober 30th, 2008
Mr. Präsident

Mr. Präsident

Als ich mich am Morgen zur Erdölfakultät aufmachte rechnete ich schon mit einer langen Reise, denn woher soll ich wissen welcher Bus der richtige ist. Ich stieg also einfach immer in den Bus ein der gerade so in etwa in die richtige Richtung fuhr. Als ich dann bereits drei Fahrten hinter mir hatte wurde ich mir unsicher. Jetzt galt es jemanden zu finden der Englisch kann, bzw. wenigstens die Worte wo, Öl, und Universität versteht. Leider hat mich keiner von etwa 30 Leuten verstanden, zu dumm. Schlussendlich wurde mir dann ein Taxi rangewunken. (weiterlesen…)

Wer früher stirbt ist länger Tot

Dienstag, Oktober 21st, 2008
Mosche in Homs

Mosche in Homs

Endlich habe ich die Gelegen bekommen den Ideengeber meines Praktikums zu treffen. Dr. Aber Mohamet beschäftigt sich mit Baustoffrecycling und arbeitet Halbzeit an der Uni. Er ermöglichte mir sein Büro zu nutzen und stellte mir einen PC zur Verfügung. Ich werde also in Zukunft öfters mit ihm zusammenarbeiten – In schal Ala – (sofern Gott will). Leider hatte er nur wenig Zeit für mich, doch er machte mich mit einem Studenten aus München bekannt. Er ist seit fünf Wochen in Syrien und soll Abwasseruntersuchungen machen, doch bis jetzt ist bei ihm noch nichts passiert. (weiterlesen…)

Leben wie ein Sultan

Montag, Oktober 20th, 2008
Traditionelle syrische Vorspeise, arabisch Brot mit Dip

Traditionelle syrische Vorspeise

Die Sonne ballerte immer noch erbarmungslos, deshalb war es gut dass das heutige Tagesprogramm erst einmal etwas ruhiger angesetzt war. Also blieb etwas Zeit sich am Campus umzusehen und Bernd bei seinen Fotoaufnahmen zu begleiten. Kaum aus dem Haus hatten wir auch schon die Bürgermeisterin vor der Linse. Nach einigen weiteren Bildern trafen wir dann die Presseleute der Uni. Sie waren, wie fast alle Araber, super freundlich und wir konnten einen Kaffee in ihrem Büro nicht ausschlagen. Voller Stolz zeigten sie uns ihre Fotos. (weiterlesen…)

Schwarzes Gold

Sonntag, Oktober 19th, 2008
Amer in seinem Musikladen

Amer in seinem Musikladen

Es ist Sonntag und ich muss zur Uni, so ein misst aber auch. Die Vorbereitungen für die Fotoausstellung mit traditionellen, sächsischen Motiven sind schon fortgeschritten. Da es für mich noch nicht viel zu tun gibt helfe ich gelegentlich Bernd, den Fotograf. Der Arbeitsaufwand hält sich jedoch in Grenzen. Wir haben beispielsweise die Beschriftung der Bilder vorbereitet. Wir hatten gleich drei Sekretärinnen zur Verfügung. Eine musste schreiben, und die anderen saßen einfach nur rum. Bernd hat ihr dann immer Anweisungen gemacht wie es werden soll und ich habe übersetzt. (weiterlesen…)

Die große Seuche bricht aus

Samstag, Oktober 18th, 2008

Am gestrigen Abend hatte sich Tilo schon über eine sich annähernde Erkältung beschwert, doch es sollte noch schlimmer kommen. In der Nacht brach große Übelkeit über ihn herein und als er im Bad war bekam er einen Kreislaufkollaps und knallte mit dem Kopf auf die Fliesen. (weiterlesen…)

Wie ein bunter Hund

Freitag, Oktober 17th, 2008
Haisam in seinem Geschäft

Haisam in seinem Geschäft

Eigentlich hatte ich für Heute die stille Hoffnung einmal nicht von den Bauarbeiten vor unserem Wohnheim aufgeweckt zu werden. Normalerweise sind die Syrier ja dafür bekannt gerne einmal nichts zu machen, doch wie ich feststellen musste arbeiten die Leute hier auch an Feiertagen. Als ich mich zusammen mit Tilo auf dem Weg zum Internetcafé machte, konnte ich auch feststellen das immerhin ein Großteil der Geschäfte geöffnet waren. Überhaupt sind die Geschäfte hier sehr lange geöffnet. Meist sitzen die Ladenbesitzer jedoch ohnehin nur mit ein paar Freunden bei Tee und Zigarette vor oder im Laden und warten darauf dass doch endlich mal jemand vorbei kommt. So ist es nicht verwunderlich dass sie über jede Abwechslung erfreut sind. So auch unser Freund Haisam, der Taxiunternehmer aus Berlin. Auf dem Weg zum Internetcafé kommt man direkt an seinem Laden vorbei. Er winkte uns sofort herein, als er uns sah. (weiterlesen…)

Der letzte Tag - Die Souvenirjagt - Für andere

Donnerstag, Oktober 16th, 2008
Martin kann sich einfach nicht entscheiden.

Martin kann sich einfach nicht entscheiden.

Nach einem kurzen Uniaufenthalt beschlossen wir wiedermal mit Ola durch die Straßen zu ziehen. Als Überraschung hatte sie uns noch einen anderen Deutschen mitgebracht. Er heißt Martin und er war zusammen mit einem anderen Student (Sebastian) für zwei Monate in Homs. Ihre Aufgabe war es zusammen mit den Professoren die Funktionsweise von Messgeräten den Studenten beizubringen. Er berichtete von katastrophalen Zuständen und meinte, dass es nicht viel zu tun gab. Da es deren beider letzter Tag in Syrien war lud uns Martin noch ins Restaurant ein. Dort stieß auch Sebastian und Olas Bruder Abdu zu uns. (weiterlesen…)

Cool me down

Mittwoch, Oktober 15th, 2008
Syrische Benzinpreise

Syrische Benzinpreise

Erstmals seit unserer Anreise war es uns nicht vergönnt im T-Shirt außer Haus zu gehen, denn in der Nacht brach ein heftiger Regenschauer über Homs herein und kühle die Stadt auf frostige 15°C ab. Da der Dr. zunächst mit den Fotoleuten beschäftigt war blieb mir erstmalig Zeit für einen Besuch im Internetcafé. Darüber gibt es eigentlich nichts zu berichten, alles europäischer Standard. Gefasst von erstmaliger Langeweile während meines Syrienaufenthaltes beschloss ich mich mit Ola zu treffen. Sie stellte mir auch gleich ihren jüngeren Bruder Abdu vor. So verging die Zeit wie im Fluge. Am Abend schlossen wir uns dem Dr. und den Fotoleuten an, die es sich mit lokalen Köstlichkeiten gut gehen ließen. (weiterlesen…)

Sing mei Sachse Sing

Dienstag, Oktober 14th, 2008
Der Dr. und ich bei der Feier zum Tag der deutschen Einheit

Der Dr. und ich bei der Feier zum Tag der deutschen Einheit

Höhst offiziell wurden wir am Morgen vom Rektor Dr. Amer Fakhouri und den Dekanen der Bau-, Landwirtschafts- und der Architekturfakultät empfangen. Bei einem Tee im königlich geschmückten Konferenzzimmer des Rektors machten wir uns miteinander bekannt und eröffneten unsere Zusammenarbeit. Nachdem wir jetzt den Segen von ganz oben haben steht uns jetzt nichts mehr im Wege. Doch für diesen Tag stand noch etwas anderes an, denn in Damaskus wurde der Tag er deutschen Einheit nachgefeiert. Also führen wir zusammen mit dem Dr. mach Sham, wie die Syrier ihre Hauptstadt nennen. Dort angekommen besuchten wir gleich eine gute Freundin des Dr. Sie arbeitet in der deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit. Sie begleitete uns zum Empfang. (weiterlesen…)